Aus der Vereinsgeschichte
Vorgeschichte
Mitte der sechziger Jahre waren am Rande der Kurpfalz in Ludwigshafen, Mannheim, Weinheim und Heidelberg starke reine Leichtathletikvereine entstanden, die über namhafte Sponsoren verfügten. Die finanziellen Mittel dieser Vereine lockten immer mehr Talente und Sportler aus unserer Region an, denn sie ermöglichten ihnen Starts, die sie bei uns nicht erreichen konnten.
Der Werdegang der LG Kurpfalz
Im Jahr 1967 machten sich einige Leichtathletik-Abteilungsleiter Gedanken, wie man der Abwanderung entgegentreten könnte. Man glaubte, dass eine LG die
Lösung sein könnte. Also gingen sie daran, eine Bestandsaufnahme der Vereine um Schwetzingen zu machen.
Aber da fingen die Probleme an. Skepsis war die ersten Reaktion in den Köpfen der Vorstände. Wie sollten viele Vereinsgruppen unter einer gemeinsamen
Leitung und noch unter fremdem Namen wirksam werden können? Der eigene Vereinsname würde verloren gehen. Diese Widerstände mussten ausgeschaltet werden. In
vielen Einzelgesprächen, die mit den Vorständen geführt wurden, konnten die Bedenken zerstreut werden. Hierbei waren die unermüdlichen Herren Walter Koch
und Heinz Throm, früher selbst erfolgreiche Leichtathleten, stark beteiligt.
Im Jahre 1969 war es endlich soweit, dass sich einige Vereine um Schwetzingen bereiterklärten, den Versuch zu wagen. So wurde die
LG Kurpfalz mit Sitz in Schwetzingen und folgenden Vereinen gegründet: TV Altlußheim, HSV Hockenheim, DJK
Hockenheim, TSG Ketsch, TSV Oftersheim, TBG Reilingen, SV Rohrhof, SV Schwetzingen und TV Schwetzingen.
Am 12. Februar 1970 wurde der Antrag auf Genehmigung der LG Kurpfalz an den Badischen Leichtathletik Verband gestellt. Dieser wurde am 12. März
genehmigt und die Starterlaubnis für das Wettkampfjahr 1970 erteilt.
Als erster Vorsitzender wurde Herr Franz Gantner aus Hockenheim gewählt, dem später weitere folgen sollten.
Dann kam das Schicksalsjahr 1990 für die LG coop. Die Konsumgenossenschaft coop ging in Konkurs, und damit wurden die Zahlungen an die LG coop eingestellt.
Somit waren wir wieder wie vor 20 Jahren am Anfang. Die LG stand vor der Auflösung. Neue Männer wie Herbert Seiter und Kurt Reuter übernahmen die LG und
versuchten, die damaligen Mitgliedsvereine zusammenzuhalten. Es gelang auch fast, nur der HSV Hockenheim trennte sich von uns, aus welchen Gründen auch
immer. Der Name LG coop Kurpfalz wurde in LG Kurpfalz geändert. Neue Trikots, die für die LG geschützt sind, mit neuem Wappen wurden entworfen und
angeschafft.
Die LG trägt sich nun aus den Zahlungen der Mitgliedsvereine. Jeder Abteilungsleiter ist im erweiterten Vorstand mit Stimmrecht vertreten. Auch hier gab es
Anfangsschwierigkeiten, die jedoch behoben werden konnten. Heute steht die LG sportlich auf einem guten Platz. Neue Generationen wachsen heran, die uns
hoffen lassen, daß der Name der LG auch in Zukunft erhalten bleibt.
Bemühungen, einen neuen Sponsor zu finden, scheiterten. Die Leitung der LG hat mit etwa 70 Firmen Kontakt aufgenommen, aber durch die Öffnung der Mauer und
der damit verbundenen Möglichkeit, die Spitzensportler der ehemaligen DDR und deren Vereine zu sponsern, kamen wir nicht zum Zuge.
Herr Reuter hatte die Idee, einen Förderverein zu gründen. Dies ist auch geschehen, leider war die Resonanz nicht so groß. Der Förderverein LG Kurpfalz e.V.
wird von Kurt Reuter und Herbert Seiter geführt. Seit 1991 gibt der Förderverein ein Jahrbuch heraus, das über die sportlichen und gesellschaftlichen
Ereignisse informiert. Dank der Geschäftswelt, die uns mit Inseraten unterstützt, ist es möglich, der LG jährlich mit kleineren Beträgen bei Anschaffungen
oder Zuschüssen (Fahrgelder, Übernachtungen u.s.w.) bei höheren Meisterschaften zu helfen.
Wenn wir so zurückblicken, können wir sagen, wir waren jederzeit, ob in der "LG coop Kurpfalz" oder in der "LG Kurpfalz", mit unseren
Sportlern gut in der Leichtathletik vertreten.
